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und weiter geht's...

Ja, da saß ich nun.

Fühlte mich einsam. So einsam wie selten in meinem Leben. Denn auch, wenn ich es gewöhnt bin, allein zu sein, hatte ich immer noch mich. Den Glauben an meine Vernunft, den Blick in den Spiegel, den ich offen und ehrlich erwidern konnte.

Dieses Gefühl hatte ich verloren. Ich wusste nicht mehr, was richtig und was falsch war - konnte ich meinem Gefühlt trauen?

Und in dieser Phase tat ich einen -für mich- außerordentlichen Schritt. Ich vertraute mich zwei Menschen an, vor denen ich eine  latente Angst verspürte. Es waren mein Exmann und seine Frau.

Ich saß bei ihnen, fühlte mich ausgeliefert, setzte alle Hoffnung in die Menschheit auf diese eine Karte und... gewann. Ich gewann Vertrauen.

Mein Exmann kennt mich nunmal, wie kaum ein anderer Mensch, dennoch ist unser Verhältnis nicht einfach und auch nicht einfach in einigen Worten oder Sätzen zu beschreiben. Also lasse ich es einfach. Das Fazit aus dieser Beschreibung heraus wäre wahrscheinlich, dass er mir von Vernunft und Logik sehr ähnlich ist und mir deshalb mit gutem, für mich einsichtigen Rat zur Seite stehen kann. Seine Frau hingegen ist komplett anders: Weniger logisch, dafür gefühlsbetonter. Zusammen präsentierten sie die beiden Aspekte meines Innersten, die ich oftmals nicht unter einen Hut bekomme. Und ich verstand.

Endlich verstand ich, dass weder der eine, noch der andere Recht hatte. Beide wollten gehört werden, beide brauchten Beachtung. Und wir (oder ich oder sie?) fanden eine Lösung. Wir redeten stundenlang... weinten, öffneten uns. Eine wunderbare Erfahrung, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke. Und ich fasste einen Plan.

Fortsetzung folgt...


 

1 Kommentar 11.2.12 12:30, kommentieren

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Neustart

Melancholische Musik eines Liedermachers, rotes Licht wechselt in grünes, die Menschen um mich herum halten den Atem an und lauschen dem Text.

Ich verliere plötzlich den Halt, habe das Gefühl zu fallen... immer tiefer falle ich in eine schwarze Leere hinein. Meine Gedanken, meine Gefühle, alles verschwimmt.

Plötzlich wache ich auf. Orientierungslos blicke ich mich um. Nehme eine Decke wahr, die um meinen Körper gewickelt ist, liege in einem rot-grauen Zimmer. Sicherheit. Mein Schlafzimmer. Wie bin ich hier hin gekommen?

Dann fällt mir alles wieder ein:

Es war nur ein Traum, ein Traum, der mir zeigen wollte, wie unsicher ich zur Zeit bin. Wie schwer es mir zur Zeit fällt, den Halt nicht zu verlieren.

Der Mann, den ich seit fast zwei Jahren liebe, hat mich belogen. Manchmal denke ich, dass es lächerlich ist, sich darüber einen Kopf zu machen, doch dann fällt mir wieder ein, was alles vorgefallen ist. Er hat mich nicht nur ein Mal belogen, er lebte in einer Lügenwelt. Ich ahnte es die ganze Zeit über, habe ihn immer wieder gebeten, unserer Beziehung eine Chance zu geben, sich mir zu öffnen...

Was erntete ich zum Dank? Beschimpfungen. Missachtung. Dann wieder Tränen und Versprechungen, alles sollte sich ändern. Doch Lügen wurden weiterhin geleugnet, Geschichten weiter und weiter gesponnen. Seit nahezu zwei Jahren schwanke ich nun zwischen Hoffnung, Trauer, Unsicherheit, Wut. Er war immer gestresst, nörgelte an allem herum, war unzufrieden mit seinem kompletten Leben, gab aber Anderen die Schuld dafür - vor allem mir.

Irgendwann hörte ich auf, meine innere Stimme zu beachten. Ich wunderte mich nicht mehr, dass er mich nicht in seinem Freundeskreis integrieren wollte. Dachte, ich sei Schuld. Begann, mir selber nicht mehr zu vertrauen. Glaubte ihm wieder und wieder und wurde eins ums andere Mal bitterlich enttäuscht.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich für uns gekämpft habe, doch irgendwann gab ich auf. Es war die gefühlte 20ste letzte Chance. Er hätte nicht viel tun müssen, um mich zu halten. Doch er zog wieder eine Lüge vor. 

Ab diesem Zeitpunkt wollte ich nicht mehr. Natürlich wünschte ich mir weiterhin nichts sehnlicher, als mit ihm eine ehrliche und glückliche Beziehung zu führen, doch ich spürte, wie ich daran zerbrach. Fühlte tief in mir drin, dass ich loslassen, dass ich aufgeben musste. Ich weinte und weinte. Trauerte um meine verlorene Kraft, um diesen Menschen, der einst auch ein echter Freund war. War allein.

 

Fortsetzung folgt.

1 Kommentar 11.2.12 10:10, kommentieren